Warum wirft man dauernd die falschen Sachen weg? Wie fühlen Frauen sich im Baumarkt? War früher wirklich alles besser? Es gibt vieles, was Frauen Tag für Tag beschäftigt, wundert, ärgert oder auch schmunzeln lässt. Ein Glück, dass Dora Heldt das herrlich selbstironisch, lebensnah und voller Leichtigkeit in Worte fassen kann. Ob es um den überraschenden Elternbesuch geht, schwarze Strickjacken, laut telefonierende Männer im Supermarkt, die Logistik bei Silvesterritualen oder den Kauf von Sportschuhen nach zig Jahren Sportabstinenz: Die Erfolgsautorin spricht in ihren Kolumnen Frauen wirklich aus der Seele.
In diesem Buch finden sich eine Auswahl der Kolumnen, die Dora Heldt für die "Für Sie" schreibt.
Ich liebe diese kurzen Geschichten immer schon. Daher habe ich mich wahnsinnig gefreut, als mit der dtv das Buch zukommen ließ.
Meiner Meinung nach gehört das Buch in die Handtasche, so dass man es immer dabei hat. Denn irgendwann hat man doch immer mal fünf Minuten Zeit - und schon kann man eine der wunderbaren Kolumnen lesen.
Ich bin zwar noch gar nicht ganz durch mit dem Buch, aber dennoch kann ich mit gutem Gewissen eine Kauf- und natürlich Leseempfehlung für "Jetzt mal unter uns..." aussprechen - so ganz unter uns.
Natalie war die Liebe seines Lebens. Doch sie hat ihn verlassen, hat wie aus dem Nichts einen anderen Mann geheiratet, und Jake Fischer war am Boden zerstört. Bei ihrem Abschied musste er Natalie zudem schwören, sie zu vergessen, sie nie mehr zu kontaktieren. Doch als sechs Jahre später etwas Unglaubliches geschieht, bricht Jake sein Versprechen – und macht sich auf die Suche nach Natalie. Eine Suche, die seine eigene gutbürgerliche Existenz für immer zerstört. Und die ihm offenbart, dass die Frau, die er zu lieben glaubte, nie wirklich existiert hat …
Nach einem kurzen Rückblick zu den Geschehnissen vor sechs Jahren wirft Harlan Coben den Leser sofort in das Geschehen. Obwohl man lange nicht weiß, worum es eigentlich geht, wer die Gegner sind, ist man stets "mit dabei". Die Hauptpersonen wie Jake und sein bester Freund Benedict werden anschaulich beschrieben, auch die anderen Personen waren mir schnell "bekannt", so dass ich eigentlich nie Schwierigkeiten hatte, die jeweilig handelnden Personen einordnen zu können - und es kamen doch einige vor.
Wunderbar ist, dass dieser Thriller vollkommen unblutig seine Spannung aufbaut und den Leser in seinen Bann zieht. Im Gegenteil, oft hatte ich den Eindruck, eine Liebesgeschichte zu lesen, so rührend wie Jake von seiner großen Liebe Natalie erzählt.
Auch das Ende hat mir gefallen, es war schlüssig und alle meine Fragen wurden beantwortet.
So machen Thriller Spaß!
4,5 Punkte von mir dafür.
Sam schläft. Ich könnte ihn jetzt töten. Vielleicht würde ich ihm damit sogar einen Gefallen tun. Als wir nach dem Überfall zu uns kamen, waren wir in diesem alten Schwimmbad. Fünf Meter hohe Kachelwände. Keine Leiter. Ich habe Sam umarmt. Seinen Geruch eingeatmet, den ich so sehr liebe. Dann klingelte das Handy, und wir begriffen den grausamen Plan.
Amy sieht mich nicht an. Spricht nicht mit mir. Vielleicht gibt es nichts mehr zu sagen. Jeden Quadratzentimeter unseres Kerkers haben wir nach einem Fluchtweg abgesucht. Nur die Pistole hat keiner von uns angerührt. Bisher.
Dieser Text auf der Rückseite des Buches führte mich amfangs auf eine völlig falsche Spur. Ich dachte, in diesem Buch geht es eben hauptsächlich um Amy und Sam, um ihr Schicksal, ihre Qual, um den Wahnsinn, DIE ENTSCHEIDUNG zu treffen.
Aber schon sehr schnell merkte ich, dass die Beiden nur der Auftakt waren zu einer ganzen Reihe von Entführungen. Immer zwei Menschen, die sich kennen, immer eine Pistole, immer eine Kugel, immer die Entscheidung: Tod oder untragbare Schuld?
Bei dieser Rezension fällt es mir unwahrscheinlich schwer nicht zu spoilern, ich bin mir nicht sicher, womit ich schon zu viel verrate und womit eben nicht.
Ich kann aber sagen, dass dies endlich mal wieder ein Thriller war, der mich auch zum Ende nicht enttäuscht hat, dessen Auflösung schlüssig und befriedigend war.
Einige wenige Szenen waren dabei, da musste ich echt schlucken; wenn ich denke, dass bei der Leserunde von Lovelybooks auch 14-jährige mitlesen...
Die kurzen Kapitel verleiten natürlich dazu, dass man eigentlich nicht aufhören kann zu lesen, denn "vier Seiten gehen schon noch schnell", und schon ist schon wieder eine Stunde vergangen.
"Eene Meene" soll ja der Auftakt zu einer Reihe um Detective Inspector Helen Grace. Ich werde die nachfolgenden Bücher auf alle Fälle lesen!!!
5 Punkte und ein absolutes Thriller-Lese-Muss!!!
Für was bist du bereit, deine Seele zu verkaufen?
Diese Frage müssen sich vier Menschen in verschiedenen Teilen der Welt stellen, als ihnen ein mysteriöser Mönch die Teilnahme an einem jahrhundertealten Spiel anbietet. Ihr Einsatz: alles, was sie besitzen. Der Gewinn: ein Preis von unermesslichem Wert...
Tibor Rode erzählt seine Geschichte, die in zwei Zeitebenen spielt, in anfangs fünf Handlungssträngen. Der eine Strang spielt im 18. Jhd, die anderen vier Stränge erzählen in der Jetztzeit das Leben der vier "Auserwählten" in vier verschiedenen Städten in den unterschiedlichsten Teilen der Welt: Hamburg, New York, Las Vegas und Mumbai.
Anfangs musste ich mich richtig überwinden, die Lektüre des Romans zu beginnen, die vielen Seiten schreckten mich ab. Aber nachdem ich mich (Gott sei Dank!) aufgerafft hatte, war ich schon nach kürzester Zeit mittendrin in der Geschichte, völlig gefangen in der sich ständig steigernden Spannung, ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Die Seiten flogen nur so dahin, denn der Autor beschreibt sowohl die Charaktere als auch die Szenen und Handlungen in so lebensnaher Weise, dass ich immer einen richtigen Film dazu im Kopf hatte - dies gelingt bei mir nur selten!
Ein besonderer Reiz war für mich, dass auch historische Personen mitspielen, bekannt waren mir sofort Giacomo Casanova, Friedrich der Große und Papst Clemens XIII. Dass auch Calzabigi und Marie wirklich lebten, erfuhr ich erst im Nachwort.
Die Auflösung der Geschichte hat mich ebenfalls zufrieden gestellt, auch wenn ich schon eine Zeit vorher eine Ahnung hatte, wie diese wohl sein könnte. Den Mörder "wusste" ich sofort, hoffte den Rest des Buches, dass ich nicht Recht haben möge, aber leider... Das war einfach zu offensichtlich.
Ein weiterer kleiner Minuspunkt, und da kann der Autor nichts dafür, ist die Bezeichnung "Thriller" für diesen wunderbaren, spannenden, mitreißenden Roman. Es gibt weder einen Hauptprotagonisten, der gegen irgendwelche Gewalt zu kämpfen hat, noch ist die Spannung zu rasant oder atemraubend, wie es zu einem Thriller gehört.
Ich vergebe 4,5 Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung
Die 33-jährige Lena lernt bei einem Junggesellinnen-Abschied auf Sylt Björn kennen und verliebt sich in ihn. Wieder in München versucht sie mit allen ihr möglichen Mitteln im Internet ihre Bekanntschaft wieder zu finden. Da sie keinerlei Kontaktdaten ausgetauscht haben, gestaltet sich diese Suche natürlich schwierig. Ob und wie es Lena gelingt, Björn zu finden?
Meine Meinung:
Dieser Roman wird überwiegend in Blog-Form erzählt, der Blog, den Lena betreibt, in dem sie von ihrem Leben erzählt. Dies liest sich so leicht und amüsant wie ein Aperol Sprizz an warmen Tagen schmeckt.
Obwohl Lena ein paar Jahre jünger ist, konnte ich mich dennoch gut mit ihr identifizieren - viele Situationen kamen mir sehr bekannt vor. Natürlich ist einiges überzeichnet und klischeehaft dargestellt, aber das macht einfach Spaß.
"Liebe kann man nicht googeln" ist ein Frauenroman im besten Sinn, natürlich nicht gehaltvoll, sondern leicht Kost - und das ist auch gut so!
Negativ muss ich anmerken, dass immer wieder der so häufige Grammatikfehler gemacht wurde, dass man "wegen" eben nicht mit dem Dativ verbindet, sondern mit dem Genitiv. Es heißt nicht "wegen dem schönen Wetter", sondern "wegen des schönen Wetters". Da blieb ich wirklich jedesmal hängen, denn es nervt mich so sehr.
Ein oder zweimal ist mir aufgefallen, dass die Worttrennung nicht korrekt war, es blieb ein einzelner Buchstabe in der einen Zeile stehen - das sieht einfach schrecklich aus.
Wer ein Buch für die Ferien sucht, draußen im Liegestuhl, Sonnenbrille auf der Nase und ein Glas Aperol Sprizz dabei, der ist mit diesem Roman wirklich bestens bedient.
4 Sterne vergebe ich.
Was gibt es Schlimmeres für eine Mutter, als wenn ihr Kind verschwindet? Wenn das Kind einer Freundin mit ihrer Schuld verschwindet...
Dies passiert Lisa Kallisto, Mutter von drei Kindern. Die Freundin ihrer ältesten Tochter Sally, Lucinda, verschwindet in der Zeit, in der sie eigentlich bei den Kallistos übernachten sollte. Weil Lisa zwischen ihrer Arbeit im Tierheim und ihrer Familie nahezu aufgerieben wird, versäumt sie es, ihrer Freundin Kate zu erzählen, dass Lucinda nicht bei ihnen ist...
Vor Kurzem verschwand schon ein Mädchen, das einen Tag später wieder aufgetaucht ist, vergewaltigt und verstört...
Paula Daly erzählt diese Geschichte völlig unangestrengt, die Seiten fliegen nur so dahin, obwohl es eigentlich kein "Atem raubender" Thriller ist. Der Thrill entwickelt sich vor allem in der Vorstellung, was in den einzelnen Personen vorgehen muss.
Die Kapitel sind verhältnismäßig kurz und einerseits aus der Sicht von Lisa Kallisto geschrieben, andererseits aus der Sicht der Ermittlerin Joanne Aspinall. Dazwischen finden sich immer wieder Einschübe, die die Sicht des Täters erzählen.
Lisas Kapitel sind in der Ich-Form geschrieben, manchmal wird der Leser direkt angesprochen; das fand ich irgendwie unpassend, zu flapsig.
Noch störend fand ich die Probleme, die Joanne mit ihrer großen Oberweite hat - sie erwägt eine Brustreduktion und dies wird immer wieder mal thematisiert. Ich wartete immer darauf, dass diese Geschichte irgendeine Bedeutung für die Handlung bekommt, was nicht der Fall war. Evtl. wollte die Autorin die Person damit dem Leser näher bringen, was aber bei mir nicht wirklich glückte. Es war einfach nur überflüssig.
Die Auflösung, die nach einigen Wendungen und Überraschungen kommt, war wieder einem nur so lala, allerdings geht es mir bei den allermeisten Thrillers so. Ich erwarte immer Wunder was für eine Überraschung, weiß allerdings selber NIE, wie es besser sein hätte können, und bin dann doch immer leicht enttäscht.
Dennoch war "Die Schuld einer Mutter" endlich mal wieder ein Buch, das ich in einem Rutsch durchlesen konnte und wollte, zwei Tage habe ich nur gebraucht dafür! Die negativen Punkte, die ich aufgeführt habe, fallen gesamt gesehen nur wenig ins Gewicht.
Ich bin selbst Mutter von drei Kindern und konnte sowohl mit Lisa mitfühlen und ihrer Schuld, die sie gegenüber ihrer Freundin Kate empfindet - und gleichzeitig litt ich mit Kate...
Besonders berührt hat mich die Anmerkung von Paula Daly zum Ende des Buches:
"Auch ich war eine Zeitlang völlig überfordert damit gewesen, Kindererziehung und Vollzeitarbeit unter einen Hut zu bekommen. So überfordert, dass auch ich den einen Menschen aus dem Blick hätte verlieren können, der meine Liebe und meinen Schutz am meisten brauchte."
4,5 Punkte - jede Thriller-begeisterte Mutter MUSS das Buch lesen ;-)
Ich wurde getaggt, von Trillian. Dankeschön dafür!!
Mir macht sowas immer Spaß, deshalb hab ich mich auch gleich dran gesetzt, die Fragen zu beantworten:
Schmales Buch oder fetter Wälzer?
Das ist mir völlig egal, WENN mich die Geschichte packt. Generell schrecken mich die ganz fetten Wälzer etwas ab, aber wenn ich dann drin bin... Schmale Bücher sind allerdings super, wenn man seine Monatschallenge noch erfolgreich beenden will ;-)
Gebraucht oder Neu?
Früher ausschließlich neu, mittlerweile - Dank medimops, reBuy und booklooker - auch gerne gebraucht, solang der Zustand gut ist.
Historisch oder Fantasy?
Beide nicht meine Genres. Wenn ich mich entscheiden muss, dann wohl eher Fantasy. Harry Potter finde ich toll, Hex Hall hat mir auch gut gefallen... Also: Fantasy!
Hardcover oder Taschenbuch?
Zum Lesen: Taschenbuch, weil leichter und handlicher
Zum ins Regal stellen: Hardcover, weil einfach schöner
Lustig oder Traurig?
Eher traurig, glaube ich. Gute lustige Bücher gibt es so wenige, die sind oft sehr schnell sehr seicht.
Sommer- oder Winterleser?
Zuerst wollte ich voller Überzeugung schreiben, dass es da bei mir keinerlei Unterschiede gibt, dass ich einfach immer lese. Aber dann ist mir gekommen, dass ich bei kaltem Wetter doch oft einfach auch vor der Glotze sitze und mich berieseln lasse - leider. Im Sommer bin ich im Garten, wenn die Sonne scheint - und da wird gelesen, egal ob morgens, mittags oder abends.
Also: Warm-Wetter-Leser
Klassiker oder Mainstream?
Mainstream - Klassiker sind mir einfach zu anstrengend, ganz ehrlich.
Ratgeber oder Romane?
Es stehen zwar einige Ratgeber in meinem Regal, aber zum Vergnügen lese ich dann doch Romane. Die Ratgeber sind eher Fortbildung.
Krimi oder Psycho-Thriller?
Eindeutig Thriller! Fitzek! Strobel!
E-Book oder Print-Ausgabe?
Zum Anschauen eindeutig Print, zum Lesen eindeutig Ebook. So gemütlich könnte ich mich mit einem echten Buch nie ins Bett kuscheln wie es mit meinem Kobo möglich ist. Ich muss ncihts halten, es klappen keine Seiten einfach um, die Hände bleiben warm bis auf den Finger, den man zum "Blättern" braucht.
Daher: EBOOK
Sammeln oder Ausmisten?
Beides! Ich sammle, bis ich wieder ausmiste, dann beginne ich wieder, anzusammeln...
Internet oder stationärer Buchhandel?
Immer häufiger örtlicher Buchhändler - es ist einfach schön, in Büchern zu stöbern, reinzulesen, sie wirklich anzuschauen...
Bestseller oder Ladenhüter?
Man wird leider so schwer auf gute Ladenhüter aufmerksam, die Werbetrommeln schlagen zu laut für die Bestseller. Bin aber immer offen für Geheimtipps und habe in diesem Jahr auch schon zwei "Nicht-Bestseller" gelesen!
Kochbuch oder Backbuch?
Kochbuch - ich backe einfach nicht gern. Kochbücher könnte ich mir ständig neue kaufen.
Das sind meine Antworten - Respekt, wer sich wirklich alle durchgelesen hat!
Ich tagge:
Janine
Nabura und Ingrid
Mel
Sandra
Jasmin
Hier stellte sich mir schon zum zweiten Mal die Frage, ob man ein Buch u.a. auch danach bewerten soll, wie es beworben wird. Zwei Aussagen im Klappentext bezeichnen "Der Teufel von New York" als Thriller - und das führte mich völlig auf die falsche Fährte. Die Aussage "Ein fulminanter historischer Roman" trifft es nämlich bei Weitem besser.
Dieses Buch IST KEIN Thriller, denn ein Thriller ist für mich ein Pageturner, bei dem man gar nicht erwarten kann, weiter zu lesen.
Zum Inhalt
New York 1845. Dem jungen Polizisten Timothy Wilde läuft auf der Straße ein völlig verstörtes Mädchen in die Arme. Sie trägt ein blutdurchtränktes Nachthemd und will oder kann nicht sagen, wer sie ist und was ihr zugestoßen ist. Kurz darauf findet er auf einem entlegenen Gelände neunzehn vergrabene Kinderleichen. In der Stadt kursieren die wildesten Gerüchte, die politische Situation ist angespannt bis zum Zerreißen...
Meine Meinung:
Die ersten 90 Seiten haben sich so sehr gezogen, das ich schon nah dran war, das Buch abzubrechen. Lyndsey Faye schildert hier ausschließlich die Lebensumstände der Hauptperson Timothy Wilde im New York des mittleren 19. Jahrhundert. Tim arbeitet als Barkeeper bis er bei einer Feuerkatastrophe alles verliert: sein Erspartes, seine Wohnung, sein unversehrtes Gesicht.
Mit Hilfe seines älteren Bruders Valentine kann er bei der neu gegründeten Polizei NYPD anfangen.
Am Ende einer seiner 16-Stunden-Schichten stößt Tim mit einem kleinen Mädchen zusammen - und die eigentliche Geschichte beginnt...
Leicht lesen kann man diesen Roman nicht, zu anstrengend ist die Sprache, der Lesefluss wird gebremst durch die Verwendung der New Yorker Gaunersprache "Flash". Am Ende des Buches ist zwar ein Glossar mit Begriffsklärungen, aber das Hin- und Herblättern hat mich dann einfach genervt.
Jedem Kapitel ist ein Kommentar oder ein Zeitungsausschnitt der damaligen Zeit vorangestellt. Dies untermauert den Eindruck einer sehr authentischen Geschichte.
Soweit ich das beurteilen kann, hat Lyndsay Faye für ihren Roman äußerst gründlich recherchiert und gibt somit die unvergleichliche Atmosphäre des damaligen NY wunderbar wider.
Fazit:
Ich verzichte hier auf eine Sterne-Bewertung, da ich mir wirklich nicht sicher bin, wie ich bewerten soll. Wirklich packen konnte mich das Buch nicht. Ich bin aber auch mit der Erwartung an einen Thriller ans Lesen gegangen...
Wer aber an einem toll recherchierten Roman interessiert ist, der einen in das New York des 19. Jahrhunderts zieht, der einem die lebendigsten Bilder in den Kopf zaubert, der ist mit "Der Teufel von New York" wirklich gut bedient.
Inhalt:
Eine Geschichte, die erzählt, wie besonders Freundschaft sein kann.
Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen.
Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.
Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …
Die Geschichte beginnt mit ihrem Ende: Der 17-jährige Alex Woods wird an der Grenze angehalten, mit einer Urne und einer gewissen Menge an Marihuana...
Alex erzählt dem Lesern in Rückblenden seine Geschichte, beginnend mit seinem Zusammenstoß mit einem Meteoriten in seinem 10. Lebensjahr. In der Schule hat er es nicht leicht, er ist ein Sonderling, seine esoterisch angehauchte Mutter macht sein Leben auch nicht wirklich leichter.
Dann trifft Alex den alten Mr. Petersen und es entwickelt sich eine ganz sonderbare Freundschaft...
Fazit:
Dickes Buch, schwere Kost? Oh Mann, ich muss jetzt aber einfach mal anfangen...
Ich hatte wirklich etwas Scheu, mich dem Buch zu widmen, habe mich aber doch aufgerafft und es wirklich keine Minute bereut. Es geht natürlich um schwere Themen wie Tod, Moral, Treue, allerdings so locker-leicht in teils skurrile Geschichten verpackt, in einem so flüssigen Schreibstil verpackt, dass die Zeit nur so verflog.
Nach dem Beenden meiner Lektüre blieb das Buch noch einige Zeit in meinem Kopf.
Ich gebe 4,5 Punkte
Der Abzug resultiert aus den leichten Längen, die die Geschichte immer wieder aufweist. Sie sind bemerkbar, aber kaum störend.
Inhalt:
Dating ist die Hölle – findet Jamie, seit er die Bekanntschaft mit einer sexuell Krieg führenden Geschiedenen gemacht hat. Nie wieder - sagt auch Laura, nach ihrem letzten Speed-Dating-Desaster. Doch als Jamie und Laura sich kennenlernen, funkt es heftig, und sie vereinbaren (wider besseres Wissen) ein erstes Date. Die echten Katastrophen können beginnen, denn Amor hat sich ganz offensichtlich mit dem Universum gegen die beiden verschworen, um mal wieder so richtig herzhaft lachen zu können.
Meine Meinung:
Ich weiß nicht genau, was ich von dem Buch erwartet habe, aber es war auf alle Fälle etwas anderes, als das, was ich gleich auf den ersten Seiten präsentiert bekam.
Jamie beschreibt seine Erlebnisse in SEHR direkter Sprache - teilweise musste ich echt mit einem schiefen Grinsen schlucken.
Laura berichtet von ihrem Leben in ihrem Tagebuch.
Nick Spalding erzählt die Geschichte mit lockerer Sprache und flottem Stil, ich habe das Buch schnell weglesen können, allerdings fehlte mir irgendwie die "Tiefe" oder "Gefühl".
Gestört hat mich der teilweise heftige Ausdruck in Jamies Blogeinträgen.
Fazit:
Ich bin mir nicht sicher, wie ich das Buch letztendlich bewerten muss/soll/kann, da ich einfach mit falschen Erwartungen an die Lektüre heran gegangen bin.
Ich konnte es schnell und flüssig lesen, ich musste teilweise richtig lachen, habe mich schon gut unterhalten gefühlt...
Und trotzdem bin ich nicht so richtig begeistert.
Vielleicht lese ich das Buch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal und gebe dann die endgültige Bewertung ab.
Momentan vergebe ich 3 Sterne
Vergeudete Lesezeit bedeutet "Erliebt, sie liebt" bestimmt NICHT!!!
Zu meinem baldigen Jubeltag veranstalte ich ein Gewinnspiel:
http://kristineliest.blogspot.de/2014/02/geburtstagsgeschenk-fur-euch.html
Aus dem Klappentext:
Faris Iskander, dem muslimischen Ermittler einer Sondereinheit für religiös motivierte Verbrechen, bleiben nur 40 Stunden, um die Katastrophe abzuwenden.
Er erhält ein Video, in dem ein Mann ans Kreuz geschlagen wird...
Hat dieses Verbrechen mit einem früheren Fall zu tun?
Meine Meinung:
Anfangs war ich gar nicht so angetan von der Thematik, begann aber doch sofort nach Ankommen des Buches zu lesen und war ab der zweiten Seite absolut gefangen.
Kathrin Lange beginnt ihre Geschichte mitten im Geschehen, der Leser ist ohne Umwege sofort dabei.
Unterteilt ist das Buch in 5 Teile, dem Prolog, dem ersten Teil, dem zweiten und dritten Teil und dem Epilog, die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge, sie sind v.a. nicht so kurz, dass man gar nicht mehr zum Schlafen kommt. Bei mir ist immer die Gefahr, dass ich mir dann denke "Ach, die 5 Seiten gehen noch, ach, noch 3 Seiten..." Und dann sind gleich wieder zwei Stunden vorbei.
Wenn ich die Zeit hätte, dann hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen, ich war die ganze Zeit in der Geschichte drin, so spannen und fesselnd ist sie. Der Schreibstil ist unangestrengt, locker, leicht.
Die Darsteller sind lebendig und echt dargestellt und beschrieben, schon nach ganz kurzer Zeit waren mir die Personen alle bekannt.
Kathrin Lange legt verschiedene Fährten aus und erst ganz kurz vor Schluss hatte ich plötzlich eine Ahnung, wie die Auflösung sein könnte.
Die Hauptperson, Faris Iskander, ist eine interessante Persönlichkeit, er ist nicht mit sich im Reinen, aber auch kein "kaputter Typ", wie es ja zur Zeit oft die Mode ist bei Ermittlern...
Verschiedene Vorurteile werden im Laufe des Geschehens aufgegriffen und hinterfragt, hauptsächlich bezüglich Ausländerfeindlichekeit, Islamophobie und Fundamentalismus.
Fazit:
Ein temporeicher, spannungsgeladener nicht ganz unblutiger Thriller, der einen einfach mitreißt.
Ich habe bei Facebook gelesen, dass Kathrin Lange gerade an einem weiteren Buch um Faris Iskander schreibt. Ich weiß jetzt schon, dass ich auch dieses Buch unbedingt lesen werde.
Absolute Lesempfehlung und natürlich 5 Sterne.
Wie ich in anderen Rezensionen gelesen habe sind die beiden Protagonisten Daphne und Joseph anscheinend schon aus anderen Büchern von Karen Rose bekannt. Dies wusste ich nicht und das macht, glaube ich, auch nichts bezüglich der Geschichte in "Schsch!" Natürlich ist es nur eine Kurzgeschichte und natürlich hat das Buch auch nur 99 Cent gekostet, aber trotzdem habe ich mir von einem "Winterthriller" einfach mehr erwartet.
Die Geschichte um die kleine Lana, die in Designerkleidung neben dem ausgebrannten Wagen mit ihren toten Eltern gefunden wird und aus Angst nicht spricht, wurde nur mäßig spannend erzählt. Die Auflösung war verhältnismäßig schnell absehbar. Man hat nichts versäumt, wenn man das Buch nicht liest.
Daher gibt es 2,5 Sterne von mir.
Inhalt: Das Buch handelt von zwei Frauen, wobei die eigentliche Hauptdarstellerin die schon verstorbene Olive ist. Amanda betreibt in New York einen kleinen Laden mit Vintagemode, und bei einem Ankauf von alter Kleidung findet sie eben in einem Muff versteckt das Tagebuch von Olive, das sie 1908 geschrieben hat. In zwei Erzählebenen wird vom Leben der beiden Frauen berichtet.
Olive hat es im New York der damaligen Zeit nicht leicht, Emanzipation ist ein Fremdwort, Frauen hatten kaum Rechte. Nachdem ihr Vater verstirbt muss sie aus dem Hotel ausziehen, in dem sie lebten, da an alleinstehende Frauen nicht vermietet wurde. So macht sie sich auf die Suche nach Unterkunft und Arbeit, denn dank des Börsencrashes hinterließ ihr Vater auch keinerlei Vermögen.
Amanda hingegen ist eine Frau, die mitten im Leben steht. Sie hat eine langjährige Affaire mit ihrem alten Jugendfreund und hört so langsam ihre biologischenUhr immer lauter ticken... Sie weiß, dass eine Entscheidung fallen muss...
Meine Meinung:
Das Buch zieht einen ganz langsam in seinen Bann. Ich tat mich anfangs wirklich schwer, bis es mich nach den ersten Kapiteln wirklich gepackt hat. Ich dachte ja, dass Olives Geschichte nur anhand des Tagebuches erzählt wird, dabei wird ihr Leben völlig eigenständig berichtet. Einem Amanda-Kapitel folgt immer ein Olive-Kapitel und umgekehrt.
Und vor allem von Olives Leben war ich völlig gefesselt. Ihr Leben im New York vor 100 Jahren ist einfach so faszinierend zu lesen. Stephanie Lehman beschreibt auch die Gebäude und Lokale so anschaulich, dass man meint, direkt dort zu sein.
Wie schwer war es doch für die Frauen damals in einer derart patriarchalischen Gesellschaft zu existieren:
Auszug aus dem Tagebuch von Olive vom 30.Mai 1908:
Wer bestimmt eigentlich, wie Männer und Frauen sich zu verhalten haben? Gott? Die Ungerechtigkeiten sind so vielfältig: Männern ist es gestattet, im Restaurant zu rauchen oder sich ein Hotelzimmer zu mieten, ohne dass jemand ihre Moral in Zweifel zieht. ...
Ich glaube, Gott ist es egal, wer in einem Restaurant raucht. Aber den Männern nicht. ...
Und wieso sollte ich mich an Regeln halten, die denen nützen, die sie machen, und mich benachteiligen? ...
Fazit:
Wer einmal ein ruhiges, unaufgeregtes, wunderbares Buch lesen will, vielleicht als Gegensatz zum letzten Thriller, der findet hier genau das: Ein wunderbares Buch mit vor allem einer wunderbaren Frau.
Absolute Leseempfehlung von mir und 4 wunderbare Sterne.
"Ein gutes Buch lässt sich nicht allein an seinen letzten Worten bemessen, sondern an der Gesamtwirkung aller vorausgegangenen Worte, Marcus. Ungefähr eine halbe Sekunde nachdem der Leser mit Ihrem Buch fertig ist, nachdem er das letzte Wort gelesen hat, muss er spüren, wie ihn ein starkes Gefühl überkommt. Er muss einen Moment lang an nichts anderes denken als an das, was er gerade gelesen hat, und den Einband mit einem Lächeln, aber auch mit einer Spur von Traurigkeit betrachten, weil ihm alle Figuren fehlen werden. Ein gutes Buch, Marcus, ist ein Buch, bei dem man bedauert, dass man es ausgelesen hat."
Zitat von Harry Quebert
Besser als der wunderbare Autor, Joel Dicker, kann man dieses fantastische Buch gar nicht beschreiben. Ich bin immer noch völlig begeistert, bin in Gedanken immer noch in dem Ort Aurora, in dem der Großteil der Geschichte spielt.
Joel Dicker versteht es wie kaum ein anderer, den Leser zu fesseln und in sein Buch richtiggehen hinein zu ziehen. Man liebt und leidet mit den Hauptprotagonisten und man schüttelt immer wieder fassungslos den Kopf ob der vielen Wendungen, die die Geschichte nimmt. Bis zum Schluss ist es unmöglich zu erraten, wie sich alles wohl auflösen wird.
Selten war ich so begeistert von einem Buch, wenn ich könnte, würde ich 1000 Sterne geben!!!